Bürgerinitiative nennt sich „Saubere Luft Ostfriesland“

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 31.03.2008

Bürgerinitiative nennt sich „Saubere Luft Ostfriesland“

Es haben sich fünf Arbeitsgruppen gebildet. Dafür suchen die Kraftwerksgegner noch Mitstreiter.

Emden /PAN – Die Bürgerinitiative (BI) gegen die Ansiedlung eines Kohlekraftwerks in Wybelsum will ihren Protestzug unter dem Namen „Saubere Luft Ostfriesland“ fortsetzen. Auf diese Bezeichnung habe sich die 15-köpfige Koordinationsgruppe geeinigt, teilte der Wybelsumer Heinz Westermann im Anschluss an die Podiumsdiskussion (siehe Bericht oben) mit. „Nach langer Diskussion haben wir uns für eine positive Aussage entschieden“, so das Koordinationsgruppenmitglied. Die Namenswahl wurde vom Publikum mit Beifall aufgenommen.

Darüber hinaus hat die Koordinationsgruppe drei gleichberechtigte Sprecher benannt. Neben Westermann sind dies Susanne Gersema und Karl-Heinz Kehl. Außerdem haben sich fünf Arbeitsgruppen konstituiert, die sich mit den Themen Öffentlichkeitsarbeit, Aktionen, Kraftwerkstechnik, Recht und Finanzen auseinandersetzen.

In Planung ist die Umwandlung der Initiative in einen Verein. Zurzeit werde geprüft, ob dies auch als lockere Verbindung ohne Eintragung in ein Vereinsregister möglich sei, sagte BI-Sprecher Kehl. „Viele unserer Mitglieder scheuen die formellen Vereinsstrukturen“, so der BI-Sprecher. Deshalb werde nach organisatorischen Alternativen gesucht. Sobald die Vereinsfrage geklärt sei, werde eine Internet-Plattform eingerichtet, so Westermann.

Die Koordinationsgruppe trifft sich jeden Freitag ab 20 Uhr in der Neuen Kirche in Wybelsum. Es werde dringend Verstärkung in den Arbeitsgruppen gebraucht, sagte BI-Mitglied Elsche Wilts. Ihr Appell blieb nicht ungehört. Noch am Abend trugen sich weitere Mitstreiter ein.

Für den 19. April planen Kraftwerksgegner eine Demonstration in der Emder Innenstadt. Dann ist in Emden auch die Müllsammel-Aktion „Saubere Stadt“ geplant.